Faustball war bereits in der Antike bekannt und gehört somit zu einer der ältesten Sportarten der Welt.
240 nach Christus
In der römischen Geschichtsschreibung wird dieses Spiel erstmals 240 nach Christus von Gordianus, Kaiser von Rom, erwähnt.
1555
Der Ursprung des modernen Faustballs liegt in Italien, wo bereits im 16. Jahrhundert "Palone", ein Spiel mit einem Hohlball, getätigt wurde. Antonio Sciano schrieb 1555 die ersten Regeln für diesen italienischen Volkssport nieder. Von Italien wurde es als "Hohlball mit Prellen" nach Deutschland exportiert, und verbreitete sich dort über das ganze Land.
1893
Faustball wird in Deutschland organisiert und gespielt. Der Deutsche Georg Heinrich Weber (1834-1913) verfasste Ende des 19. Jahrhunderts das erste deutsche Regelwerk.
1913
Die ersten deutschen Meisterschaften werden organisiert. In den europäischen Nachbarländern Österreich, Schweiz und Italien erlangt das Spiel ebenfalls grosse Beliebtheit.
Deutsche Auswanderer bringen es schliesslich nach Südwestafrika und Südamerika.
Auf der internationalen Bühne tummeln sich mittlerweile eine ganze Reihe von Faustballnationalmannschaften.
1960
Faustballfreunde aus Österreich und der Schweiz gründen den Internationalen Faustballverband (IFV). Das Ziel des IFV ist die Verbreitung des Faustballsports über die ganze Welt. Hauptsitz ist Frankfurt.
1963
Für die Landesmeister Herrenmannschaften wird Ende Saison erstmals der Europapokal (Feld) organisiert.
1965
Europameisterschaften werden erstmals organisiert.
1968
Weltmeisterschaften werden alle vier Jahre ausgetragen.
1983
Dem IFV gehören 12 nationale Verbände an.
1984
Erstmals wird auch in der Halle ein Europapokal für die Herren ausgetragen.
1986
Der Weltpokal für die Herren (Feld) wird eingeführt.
1992
Der Hauptsitz des IFV siedelt von Frankfurt nach Düsseldorf.
1993
Für die Damen wird der Europapokal (Feld) eingeführt.
1994
Für die Damen wird auch der Europapokal in der Halle eingeführt.
1997
Der Weltpokal für die Damen (Feld) wird eingeführt.
1999
Anlässlich der Faustball WM '99 in der Schweiz bzw. am IFV-Kongress haben alle IFV-Mitgliedsverbände den Beschluss gefasst, dass für die Förderung und die Verbreitung des Faustballsports in aller Welt ein einmaliger Förderbeitrag "Aktion EURO", für jede erwachsene Spielerin bzw. jeden erwachsenen Spieler (über 18 Jahre) von ca. CHF 4.- erhoben werden soll.
2000
Der IFV zählt 25 angeschlossene Landesverbände.
Faustball ist zwar keine Olympische Disziplin und hat wohl in absehbarer Zeit auch keine Chancen, dies zu werden, ist aber regelmässig bei den World Games vertreten.
Der IFV ist auch Vollmitglied im GAISF (General Association of Internatioal Sports Federations) mit Sitz in Monaco und in der IWGA (International World Games Federation) mit Sitz in den Niederlanden.
2001
Für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft der Damen in Brasilien wurde der Verein "Faustball Damen WM-Club '02" gegründet. Die aussergewöhnliche und einmalige Aktion bietet Gelegenheit, den Schweizer Damen-Faustballsport gezielt auf die WM 2002 hin zu unterstützen. Fr. 202.-- ist der Beitrag und die Mitglieder kriegen auch eine Menge geboten.
Faustball in der Schweiz
1952
17 Jahre bevor der erste Mensch seinen Fuss auf die Mondoberfläche setzte, im Jahr als Elisabeth Königin von England wurde, Eisenhower zum US-Präsident gewählt wurde und das Fernsehen in Europa seine ersten Gehversuche machte, gelangte das Faustballturnier der Sportvereinigung des Grenzwachtkorps 1 erstmals zur Austragung. Es wurde organisiert von der Turngruppe Rheinfelden.
1954
Da der Sport noch nicht so bekannt war, wurde das erste Turnier mit einem Demonstrationsspiel begonnen, damit sich Spieler und Schiedsrichter mit den Regeln etwas vertraut machen konnten.
Was anfangs als Spiel gedacht war, wandelte sich rasch zum Wettkampfsport. Die Organisatoren
des Faustballturniers mussten diesem Umstand Rechnung tragen und einige Regeln aufstellen. So setzten sich die Verantwortlichen zusammen und entwarfen im November l954 das "Reglement für Faustballtuniere". So konnte das Schiedsgericht bei Streitigkeiten auf seine Unterlagen zurückgreifen.
1962
Die Schweizerische Fausballkommission (FAKO) wird als Interverbandskommission der Verbände "Eidgenössischer Turnverein (ETV)", "Schweizerischer Katholischer Turn- und Sportverband (SKTSV)" und des "Schweizerischen Arbeiter Turn- und Sportverbandes (Satus)" gegründet.
1966
Erstmals wird eine Schweizer Feld Mannschaftsmeisterschaft für Herren durchgeführt. 16 Mannschaften sind am Start. Sieger wird der ETV Arbon.
1974/75
Für die Herren wird eine Schweizer Meisterschaft in der Halle organisiert. In der Nationalliga A starten 7 Mannschaften. Sieger wird der ETV Alte Sektion Zürich.
1978
Der ETV Alte Sektion Zürich gewinnt zum 10. Mal die Feld-Mannschaftsmeisterschaft.
1984
Die Faustball Jugend bekommt ihre eigene Meisterschaft. 20 Mannschaften kämpfen um den 1. Titel, den schliesslich die Jugend von Satus Altstetten gewinnt.
1988
Der Schweizer Cup wird eingeführt. Erster Sieger wird der KTV Jona, der 3:0 gegen den STV Obfelden gewinnt.
Für die Damen wird eine Mannschaftsmeisterschaft durchgeführt. 15 Mannschaften sind am Start. Siegerinnen werden die Damen des BSV Ohringen. Die Schüler können nun auch um den Schweizermeistertitel kämpfen. Der STV Wilen gewinnt aus einer Gruppe von 14 Mannschaften den Titel eines Schweizer Schülermeisters.
1991
Erstmals können auch die Damen um den Hallenmeister kämpfen. Aus 8 Mannschaften gehen die Damen des STV Dietlikon als Siegerinnen hervor.
Auch die Senioren kämpfen in einer eigenen Kategorie um den Schweizermeistertitel. Erstmalige Sieger aus den sieben Mannschaften werden die Herren vom STV Mettmenstetten
Die Minis erküren erstmals den Titel eines Schweizer Minimeisters. Die ersten Sieger sind die Spieler des STV Wilen.
1992
Der STV Full-Reuenthal gewinnt zum 10. Mal die Hallenmeisterschaft.
1993
Die weibliche Jugend kämpft um die Titelehre eines Schweizermannschaftmeisters. 10 Mannschaften spielen in der höchsten Liga, die Mädchen des STV Rickenbach-Wilen gewinnen diesen Titel.
1996
Jetzt können auch die Schülerinnen die Schweizermeisterinnen erküren. Aus 5 Mannschaften gewinnen die Mädchen des FB Wallisellen diesen 1. Titel.
1999
Die Faustballweltmeisterschaft wird in der Schweiz organisiert. In Olten fanden die Finalspiele statt, während Binningen, Elgg und Vordemwald die Vorrundenspiele und Diepoldsau die Zwischenrunde zugesprochen bekommen. Deutschland wird erstmals nicht Weltmeister!
Teilnehmer: Brasilien (Weltmeister), Chile, Dänemark, Deutschland (2.), Italien, Japan, Namibia, Österreich (3.,) Schweiz (4.), Tschechien und USA.
2000
Im September werden die Frauen Europameisterschaften in Schaffhausen mit dem Titelgewinn der Schweizerinnen gekrönt.
Die FAKO-CH will den Beschluss der an der WM '99 über die Erhebung eines Beitrages zur Förderung des Faustballsportes gefasst wurde, ebenfalls umsetzen. Nachdem die Regionen- und Zonen-Präsidenten anlässlich der Info-Tagung 2000 der FAKO-CH ihre Unterstützung bei der Erhebung zugesichert haben, will die FAKO-CH nun den Einzug der EURO Faustball-Förderabgabe von Fr. 4.-- vornehmen.
2001
Jugend EM in Wallisellen. Die weibliche und männliche Jugend gewinnt je die Silbermedaille vor den Deutschen.
An den World Games in Japan gewinnt die Herrenmannschaft Bronze hinter Sieger Österreich und Brasilien.
Europameisterschaften der Damen in Wigoltingen. Die Schweizermannschaft gewinnt Silber hinter Deutschlands Frauen.
An der Junioren EM in Graz belegt die Schweiz den 2. Schlussrang
Der TSV Jona wird zum 5. Mal Schweizer Mannschaftsmeister. Der KTV Widnau gewinnt Silber.
Die Damen Faustballriege Embrach wird Schweizer Mannschaftsmeister vor den STV Schlieren
KTV Widnau gewinnt bei den Herren den Schweizer Cup gegen den FB Elgg 3:0





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